Pro Schiene begrüßt Erhalt der Güterverladung

Erfreut zeigt sich der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland über die Nachricht, dass voraussichtlich weder Lörrach noch Weil am Rhein direkt von den gegenwärtigen Abbauplänen der Bahn im Güterverkehr betroffen sein werden.

„Nach der Übernahme des Autoreisezugs durch BTE ist dies eine weitere gute Nachricht für die Bahninfrastruktur in der Region“, meint Vorsitzender Karl Argast. „Sie bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass auch der in jüngster Vergangenheit mehrfach in Frage gestellte Gütertarifpunkt Lörrach eine Zukunft hat, und bestärkt uns ins unserem Kampf.“

Der Erhalt des Gütertarifpunkts und damit der Holzverladung in Lörrach ist für Privat-, Kommunal- und Staatswald gleichermaßen von Bedeutung. Dies streicht auch Matthias Wehrlin, Vorstandsmitglied der FBG Dreiländereck, heraus. Er ist davon überzeugt, dass die Holzverladung in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird und warnt vor immer weiteren Entfernungen, die das Holz von der Quelle bis zur Verladung zurücklegen muss.

„Wir hoffen, dass sich an dieser Entscheidung für den Standort nichts mehr ändert und die gegenwärtige Situation bestehen bleibt“, sagt Wehrlin und ergänzt im Hinblick auf die Pläne der Stadt Lörrach: „In jedem Fall aber darf der Standort nur geschlossen werden, wenn eine geeignete Alternative gefunden wurde und betriebsbereit ist.“

Dies betont auch Dietmar Maldacker, Beisitzer von Pro Schiene: „Gerade im Hinblick auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Rahmen der NEAT und den Ausbau der Rheintalstrecke, die vor allem auch dem Schienengüterverkehr und der Verlagerung auf die Schiene dienen sollen, wäre die Stilllegung ein Schritt in die falsche Richtung.“

Mit Blick auf die bundesweite Situation ergänzt Argast: „Einerseits baut man neue Infrastruktur, andererseits legt man Verlademöglichkeiten still. Das darf nicht sein.“ Er fordert den erleichterten faktischen Netzzugang alternativer Anbieter und sieht sich durch Situationen wie in Herbolzheim bestärkt, wo nach Aussage Gustav A. Schulzes, Geschäftsführer von AERS Rail Services Deutschland GmbH, der Standort trotz des Interesses mehrerer privater Eisenbahnunternehmen an der Beladung von Güterzügen stillgelegt werden soll.

Pro Schiene Dreiland wünscht sich für die Zukunft einen stärkeren und dezidierten politischen Willen, den Schienengüterverkehr zu erhalten und auszubauen. Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels sollte das Fanal dafür sein.

 

Der Text zum Download: Güterverkehr

Pro Schiene begrüßt voraussichtlichen Erhalt des Autoreisezugs Lörrach- Hamburg

Der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland reagiert erfreut auf die Nachricht, dass der Autoreisezug Lörrach-Hamburg durch einen neuen Betreiber fortgeführt werden soll. „Wir haben schon immer gesagt, dass auch ein anderer Betreiber den Autoreisezug übernehmen kann“, meint Vorsitzender Karl Argast. „Gerade die Strecke Lörrach-Hamburg ist durchaus nicht so unattraktiv wie die Bahn einen vermuten lässt.“

Dass es nun voraussichtlich tatsächlich dazu kommt und BahnTouristikExpress das Angebot ab Dezember bereitstellen will, sieht der Fahrgastverband als positive Nachricht für alle Kunden des Autoreisezugs, aber auch für den Gütertarifpunkt. „Durch die Doppelnutzung des Geländes profitiert natürlich auch der Holzverlad von dieser Entwicklung, da der Standort erhalten bleibt. Sollte die Bahn den Güterverlad stilllegen, sind die Chancen größer, einen alternativen Betreiber zu finden“, so Argast weiter.

Der Fahrgastverband zeigt sich wenig überrascht von der Reaktion der Stadt Lörrach. „Die Übernahme des Autoreisezugs durch BTE bedeutet jedoch nicht grundsätzlich, dass mit dem Unternehmen nicht über die Nutzung eines anderen Areals, wie z.B Haagen-Messe, verhandelt werden kann“, merkt Argast an.

Schriftführerin Silvia Waßmer gibt zu bedenken: „Unsere Arbeit ist noch nicht getan. Die gegenwärtige Entwicklung ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber der Erhalt des Autoreisezugstandorts und des Gütertarifpunktes ist noch nicht gesichert.“ Man werde sich weiter dafür engagieren.

Die veränderte Situation wird auch in der nächsten Monatsversammlung Pro Schienes am 29. April zur Sprache kommen, die sich mit diesen beiden Themen auseinandersetzen wird.

Der Text zum Download: Autoreisezug