Bericht zur Jahreshauptversammlung am 20. Dezember 2019

„Wir haben einiges zu tun“, kündigte Vorsitzender Karl Argast bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Pro Schiene Dreiland am vergangenen Freitag in Zell im Wiesental an. Die Themen lägen dabei „sozusagen im Gleis“, führte er weiter aus und nannte etwa den angedachten 15-Minuten-Takt auf der S6, das Thema „Kurzstreckentarif“, die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke und damit verbunden der Bodenseegürtelbahn, Fahrplanverdichtungen, die Reaktivierungsbestrebungen der Kandertal- und Wehratalbahn oder auch die Entwicklungen in Punkto Güterverkehr.

Ein erster Termin in Sachen Taktverdichtung S6 ist bereits im Januar mit Lörrachs Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic am Fahrdienstleiter-Stellwerk in Lörrach vorgesehen. Dabei solle schon vorab ausgelotet werden, was beim momentanen Stand der Infrastruktur und Technik möglich sei. Allerdings werde wohl „ohne Ausbau nicht allzu viel gehen“, prophezeite Argast. Auch wies er darauf hin, dass der diskutierte zweigleisige Ausbau, „wenn wir das Projekt Wehratalbahn ernsthaft weiterverfolgen wollen“, durchgängig bis Schopfheim, besser noch bis Fahrnau erfolgen sollte.

Weiterhin möchte der Verein sich gemeinsam mit den bestehenden Initiativen verstärkt für die Reaktivierung der Kandertalbahn und Wehratalbahn einsetzen und auch das Thema „Güterverkehr“ wieder mehr in die Öffentlichkeit rücken. Zudem sollen die Vorstellungen des Vereins hinsichtlich Fahrplanverdichtungen auf der S5 und S6 „noch deutlicher artikuliert“ werden, wie Argast – auch mit Blick auf daran anschließende Busverbindungen – ausführte.

Ebenfalls kündigte er eine „Offensive“ im Bereich Öffentlichkeitsarbeit an und bestätigte die Fortführung der Kurse am Fahrkartenautomaten.

Rückblick
Bereits zuvor hatte der Vorsitzende einen Überblick über die Aktivitäten der vergangenen Monate gegeben: Es habe zwar auf Grund des Kommunalwahlkampfs im ersten Halbjahr keine größeren Höhepunkte gegeben, führte er aus, dafür aber einige kleinere Termine. Argast nannte hier zum Beispiel ein erstes Treffen zum Thema Kurzstreckentarif mit dem ersten Landesbeamten, Ulrich Hoehler, und dem Geschäftsführer des Regio-Verkehrsverbunds Lörrach (RVL), Frank Bärnighausen, im Februar oder die Teilnahme an der Gründungsversammlung der IG Pro Wehratalbahn im November. „Quasi fast zum Abschluss des Berichtszeitraumes“ konnte mit einem Besuch bei der Firma Stadler (Hersteller der FLIRT-Züge) in Bussnang (Schweiz) doch noch ein „absoluter Höhepunkt“ verzeichnet werden, berichtete Argast.

Tour de Bähnle
Beim vereinseigenen Ausflugsprogramm „Tour de Bähnle“ gab es allerdings „einige Ausfälle und Verschiebungen“ auf Grund diverser Baustellen im Ländle. Vorsitzender Argast kündigte in diesem Zusammenhang eine mögliche Überarbeitung des Angebots an. „Die Entwicklung zu reinen Vergnügungsfahrten ist mir persönlich etwas zu wenig“, sagte er und nannte als mögliches Ziel 2020 eine Fahrt zur Eröffnung des Monte Ceneri-Basistunnels in der Schweiz oder einen erneuten Besuch des Brennerbasistunnels.

Wahlen
Zum ersten Vorsitzenden wurde Karl Argast einstimmig wiedergewählt. Kassierer und stellvertretende Kassiererin bleiben Daniel König und Brigitte Spitz. Als Beisitzer wurden zudem Max Noller und Nadja Eichin bestätigt. Kassenprüfer bleiben Klaus Strittmatter und Jörg Spitz.

Auch im kommenden Jahr bietet Pro Schiene Chef Karl Argast wieder Kurse am Fahrkartenautomaten an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*