Presseerklärung: ÖPNV im Kleinen Wiesental

Anlässlich des Naturparkmarkts in Wies diskutierte der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland mit aktuellen und potentiellen Fahrgästen aus dem Kleinen Wiesental über die derzeitige Situation und die Verbesserungen durch die Fortschreibung des
Nahverkehrsplans.

Erfreut zeigt sich der Fahrgastverband über die ausnahmsweise Bedienung Wies‘ durch den Wanderbus zum Haldenhof am Naturparkmarktsonntag. „Kompliment an die Initiatoren dafür. Das war eine tolle Idee!“, äußert sich Schriftführerin Silvia Waßmer. Einzig die Bekanntmachung im Vorfeld des Marktes sieht sie kritisch. „Selbst aus unserem Verein an ÖV-Interessierten wusste dies kaum jemand.“

Der öffentliche Verkehr im Kleinen Wiesental ist ausbaufähig, waren sich die Besucher des Pro-Schiene-Stands einig. „Es ist schön, zu sehen, dass sich die Menschen für das Thema interessieren“, meint Beisitzer Dietmar Maldacker und lobt die Vielzahl an interessanten Gesprächen. Ein erster Schritt zur Verbesserung der Anbindung des ländlichen Raums wird sicher die schon länger diskutierte Überführung des freigestellten Schülerverkehrs in den regulären öffentlichen Verkehr sein. „Wir hoffen, dies kann bald umgesetzt werden“, sagt Maldacker.

Eine wichtige Rolle spielt hier auch die Einführung der KONUS-Gästekarte, die Feriengästen die kostenfreie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht: Die dafür entrichteten Abgaben müssen einen für die Gäste erkennbaren Mehrwert generieren, was nur dann der Fall ist, wenn der ÖV auch effektiv genutzt werden kann. Dies kann nur durch eine regelmäßige Bedienung zumindest der größeren Dörfer erreicht werden.

Als guten Ansatz in diese Richtung erachtet Pro Schiene die Einführung der Anrufsammeltaxen (Tegernau –) Zell – Schürberg und Tegernau – Schlechtbach. Allerdings: „Die Umplanung des ursprünglich diskutierten Anrufsammeltaxis Schopfheim – Tegernau – Wies/Wembach in eine reguläre Linie, die grundsätzlich zu begrüßen ist, darf nicht zulasten der Verbindung nach Wies oder der flexiblen Anbindung des oberen Tals in den Randzeiten gehen“, so Vorsitzender Karl Argast.

Von den beiden verbleibenden Anrufsammeltaxen profitiert – je nach Linienführung – voraussichtlich nur ein kleiner Teil des Kleinen Wiesentals. „Wir fordern die Anbindung aller größeren Orte im Tal an das AST.“ Zugleich hofft der Fahrgastverband, dass die zusätzlichen Verbindungen ein langfristiges Angebot darstellen und über die Dauer der Flüchtlingsunterkunft in Bürchau hinaus bestehen bleiben.

Positiv sieht der Fahrgastverband die bergquerenden Verbindungen durch das Anrufsammeltaxi und den Anschluss an Wembach und hofft zugleich, dass in Zukunft auch andere berg- und tarifverbundüberschreitende Linien wie z.B. Lipple – Hochblauen – Badenweiler, Haldenhof – Sirnitz – Badenweiler oder Haldenhof – Münstertal – Staufen – Bad Krozingen entsprechend berücksichtigt werden.

„Der ländliche Raum wie das Kleine Wiesental ist nicht nur für seine Bewohner von Bedeutung, sondern auch als Naherholungsgebiet für den Großraum Basel/Mulhouse. Eine angemessene Infrastruktur und eine flächendeckende Bedienung auf dem Land ist Voraussetzung dafür, dass dieses als Wohnraum attraktiv und als Naherholungsgebiet erhalten bleibt“, betont Argast.

 

Der Text zum Download: ÖPNV Kleines Wiesental

Wanderbus Wies 2

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