Sommerfahrplan in Bus und Bahn

Ab Sonntag, 14. Juni, gilt in Bus und Bahn der Sommerfahrplan. Im Dreiland gibt es vor allem auf der Rheintalstrecke Änderungen. 

Am Hochrhein gilt ab Sonntag wieder der normale Fahrplan. In Bussen, die mit einer Trennscheibe am Busfahrerarbeitsplatz ausgestattet sind, ist der Einstieg und Fahrkartenkauf wieder möglich.

Auf den anderen Linien im Landkreis ändert sich ansonsten fast nichts.

Neue „Beförderungsqualität“ am Hochrhein

Der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland kritisiert das Vorhaben der Deutschen Bahn, die Interregio-Verbindungen (IRE) am Hochrhein erst Mitte Juni wieder ab Basel fahren zu lassen.

„Wir sind von der Hochrheinstrecke ja wirklich viel Schlechtes gewohnt“, sagt Vorsitzender Karl Argast, „aber Dank Corona gibt es tatsächlich eine weitere Steigerung und eine noch abstrusere ‚Beförderungsqualität‘ am Hochrhein.“
An dem derzeitigen „Rumpffahrplan“ bemängelt der Fahrgastverband dabei vor allem die fehlenden IRE-Verbindungen von Basel nach Waldshut. „Es ist absolut nicht vermittelbar, warum Basel, Rheinfelden und Bad Säckingen plötzlich von der schnellen Verbindung Richtung Bodensee und Ulm abgehängt sind“, schildert Argast weiter. Zumal es auch in diesen Städten Pendler gebe, die täglich vom Bodensee zur Arbeit oder umgekehrt fahren. Und die Regionalbahn – die derzeit einzige Verbindung bis Waldshut – „ist nun wirklich keine attraktive Alternative“, ergänzt Dietmar Maldacker, stellvertretender Vorsitzender. Nicht nur seien die Fahrzeiten im Vergleich bedeutend länger, sondern auch das mehrmalige Umsteigen mache die Verbindung unattraktiv.

Deshalb appelliert der Verein dringend an die Deutsche Bahn (DB Regio), den IRE-Verkehr zwischen Basel und Waldshut so schnell wie möglich – und nicht erst zum Fahrplanwechsel am 15. Juni – wieder aufzunehmen.

„Es kann ja nicht das Ziel der Bahn sein, Pendler von der Schiene auf die Straße zu treiben“, hebt Argast hervor und mahnt, „wenn sich jedoch nicht bald Verbesserungen einstellen, wird dies wohl die Folge sein.“ Er könne sich des Eindrucks nicht erwehren, fügt er – auch mit Blick auf vergangene Probleme – an, dass die Deutsche Bahn an einem Weiterbetrieb der Hochrheinbahn langfristig kein sonderliches Interesse mehr habe. Da stelle sich die Frage, „wie lange sich die Bahnkunden dieses Theater noch gefallen lassen“.

Der Verein sieht hier deshalb auch die Politik und insbesondere die Nahverkehrsgesellschaft des Landes in der Pflicht.

Trinationaler Eurodistrict Basel hat ein neues Mobilitätsportal

Der Trinationale Eurodistrict Basel informiert:

Ob mit dem Fahrrad, ÖPNV oder per Carsharing: Das neue TEB-Mobilitätsportal bietet umfangreiche Informationen zur grenzüberschreitenden Mobilität im Dreiländereck.

Die Mobilitätsbedürfnisse im trinationalen Großraum um Basel mit seinen über 900’000 Einwohnern sind vielfältig bis herausfordernd. Oftmals wissen die Bürger nicht, wo sie Informationen zum ÖPNV, Parkmöglichkeiten, Ladesäulen etc. für ihr Nachbarland finden können, und Gäste in der Region sind erst recht überfordert.

Künftig finden Bewohner und Besucher der grenzüberschreitenden Region auf der Homepage des TEB nun Unterstützung: Mit wenigen Klicks in einem online-Tool kann die gewünschte Information zur grenzüberschreitenden Mobilität gefunden werden. Das TEB-Portal bietet allen Nutzern praktische Lösungen zur Alltagsmobilität im Dreiland.

Die Arbeitsgruppe Mobilität des Eurodistricts stellt über das neue Portal die bereits existierenden online-Angebote ihrer drei Länder zur Verfügung. Ein einfach zu bedienendes Filtertool bringt den Nutzer zum gewünschten Verkehrsanbieter.

Marion Dammann, TEB-Präsidentin und Landrätin des Landkreises Lörrach, zeigte sich zufrieden, dass mit dem TEB-Portal für die Bürger jetzt ein hilfreicher Überblick über alle Mobilitätsangebote in der Dreilandregion vorhanden ist. Frau Marion Dammann dankte auch Herrn Jean-Marc Deichtmann, Präsident von Saint-Louis Agglomération (F) und Herrn Mike Keller, Gemeindepräsident Binningen (CH) die sich während ihrer jeweiligen Präsidentschaft des TEB stark gemacht haben um dieses Projekt voranzubringen. Für die Portallösung hat insbesondere Herr Keller die Voraussetzungen geschaffen.

Die grenzüberschreitenden Projekte des TEB sind für die Bürger in der trinationalen Region ein echter Mehrwert: „Es ist uns wichtig, dass wir im Eurodistrict nicht nur über Verbesserungen sprechen, sondern auch konkret in der Region etwas bewegen. Das Mobilitätsportal ist hierfür ein gutes Beispiel und wir werden in diese Richtung weiterarbeiten.“

Bis zum 15.06.20 ist aufgrund der COVID-19-Pandemielage grenzüberschreitende Mobilität nur für Grenzgänger mit einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung möglich. Voraussichtlich ab dem 15.06. steht – Stand heute – allen Bürgerinnen und Bürgern die grenzüberschreitende Mobilität zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich wieder offen.

Link zum TEB-Mobilitätsportal: https://www.eurodistrictbasel.eu/de/mobilitaetsportal.html

Bericht zur Jahreshauptversammlung am 20. Dezember 2019

„Wir haben einiges zu tun“, kündigte Vorsitzender Karl Argast bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Pro Schiene Dreiland am vergangenen Freitag in Zell im Wiesental an. Die Themen lägen dabei „sozusagen im Gleis“, führte er weiter aus und nannte etwa den angedachten 15-Minuten-Takt auf der S6, das Thema „Kurzstreckentarif“, die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke und damit verbunden der Bodenseegürtelbahn, Fahrplanverdichtungen, die Reaktivierungsbestrebungen der Kandertal- und Wehratalbahn oder auch die Entwicklungen in Punkto Güterverkehr.

Ein erster Termin in Sachen Taktverdichtung S6 ist bereits im Januar mit Lörrachs Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic am Fahrdienstleiter-Stellwerk in Lörrach vorgesehen. Dabei solle schon vorab ausgelotet werden, was beim momentanen Stand der Infrastruktur und Technik möglich sei. Allerdings werde wohl „ohne Ausbau nicht allzu viel gehen“, prophezeite Argast. Auch wies er darauf hin, dass der diskutierte zweigleisige Ausbau, „wenn wir das Projekt Wehratalbahn ernsthaft weiterverfolgen wollen“, durchgängig bis Schopfheim, besser noch bis Fahrnau erfolgen sollte.

Weiterhin möchte der Verein sich gemeinsam mit den bestehenden Initiativen verstärkt für die Reaktivierung der Kandertalbahn und Wehratalbahn einsetzen und auch das Thema „Güterverkehr“ wieder mehr in die Öffentlichkeit rücken. Zudem sollen die Vorstellungen des Vereins hinsichtlich Fahrplanverdichtungen auf der S5 und S6 „noch deutlicher artikuliert“ werden, wie Argast – auch mit Blick auf daran anschließende Busverbindungen – ausführte.

Ebenfalls kündigte er eine „Offensive“ im Bereich Öffentlichkeitsarbeit an und bestätigte die Fortführung der Kurse am Fahrkartenautomaten.

Rückblick
Bereits zuvor hatte der Vorsitzende einen Überblick über die Aktivitäten der vergangenen Monate gegeben: Es habe zwar auf Grund des Kommunalwahlkampfs im ersten Halbjahr keine größeren Höhepunkte gegeben, führte er aus, dafür aber einige kleinere Termine. Argast nannte hier zum Beispiel ein erstes Treffen zum Thema Kurzstreckentarif mit dem ersten Landesbeamten, Ulrich Hoehler, und dem Geschäftsführer des Regio-Verkehrsverbunds Lörrach (RVL), Frank Bärnighausen, im Februar oder die Teilnahme an der Gründungsversammlung der IG Pro Wehratalbahn im November. „Quasi fast zum Abschluss des Berichtszeitraumes“ konnte mit einem Besuch bei der Firma Stadler (Hersteller der FLIRT-Züge) in Bussnang (Schweiz) doch noch ein „absoluter Höhepunkt“ verzeichnet werden, berichtete Argast.

Tour de Bähnle
Beim vereinseigenen Ausflugsprogramm „Tour de Bähnle“ gab es allerdings „einige Ausfälle und Verschiebungen“ auf Grund diverser Baustellen im Ländle. Vorsitzender Argast kündigte in diesem Zusammenhang eine mögliche Überarbeitung des Angebots an. „Die Entwicklung zu reinen Vergnügungsfahrten ist mir persönlich etwas zu wenig“, sagte er und nannte als mögliches Ziel 2020 eine Fahrt zur Eröffnung des Monte Ceneri-Basistunnels in der Schweiz oder einen erneuten Besuch des Brennerbasistunnels.

Wahlen
Zum ersten Vorsitzenden wurde Karl Argast einstimmig wiedergewählt. Kassierer und stellvertretende Kassiererin bleiben Daniel König und Brigitte Spitz. Als Beisitzer wurden zudem Max Noller und Nadja Eichin bestätigt. Kassenprüfer bleiben Klaus Strittmatter und Jörg Spitz.

Auch im kommenden Jahr bietet Pro Schiene Chef Karl Argast wieder Kurse am Fahrkartenautomaten an.

Pro Schiene begrüßt Verbesserungen im grenzüberschreitenden Nahverkehr

Der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland begrüßt die kommenden Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr des Dreilands: Zum einen die Erweiterung des Gültigkeitsgebiets von Zeitkarten über die Schweizer Grenze hinweg und zum anderen den vom Kreistag beschlossenen grenzüberschreitenden Regiobus von Lörrach über Saint Louis zum Euroairport nach Frankreich.

„Beide Entwicklungen sind ein großer Fortschritt für unser Dreiland“, sagt Vorsitzender Karl Argast. Zumal in der Agglomeration Basel tagtäglich die Ländergrenzen von tausenden von Menschen, die in dem einen Land leben und in dem anderen arbeiten, überschritten werden. „Die Anpassung des Gültigkeitsgebiets für Jahres- und – begrenzt – für Monatskarten erleichtert grenzüberschreitenden Pendlern, zum Beispiel beim Umstieg auf die Tram acht in Weil, nicht nur den Alltag, sondern kann auch andere Grenzgänger zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr motivieren“, loben der Vorsitzende und sein Vorstandsteam. Sie sehen in der ab Dezember kommenden Neuregelung eine gute Ergänzung zum bestehenden Fahrkartenangebot für Pendler, Schüler und Grenzgänger.

Auch über den vom Kreistag beschlossenen Regiobus nach Frankreich sind die Vereinsmitglieder sehr erfreut. „Der Bus bietet die einmalige Chance, den Landkreis und seine Menschen erstmals seit Gründung der Bundesrepublik direkt mit dem benachbarten Elsass zu verknüpfen. Deshalb ist es uns auch ein besonderes Anliegen, dass dieser Bus nicht nur als Flughafen-Zubringer fungiert, sondern durch seine Unterwegs-Haltepunkte auch Pendlern entlang der Strecke eine Alternative zum eigenen Auto eröffnet“, erklärt Dietmar Maldacker, zweiter Pro Schiene-Vorsitzender. Der Verein weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein Halt des Busses am Personaleingang des Flughafens bei der Routenplanung unbedingt mitbedacht werden muss. Ebenso hoffen die Vereinsmitglieder, dass es bis zum Start des Busses gelingt, für das Angebot attraktive Tarifstrukturen auszuhandeln.

Unabhängig von dieser erfreulichen Entwicklung sieht der Fahrgastverband langfristig jedoch nach wie vor eine Anbindung des Euroairports an das Schienennetz als unabdingbar an und fordert von den Verantwortlichen auf deutscher Seite, sich weiter für dieses Projekt – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – einzusetzen.

Tram in Weil
Auch in der Tram 8 gilt ab Dezember die Neuregelung der Zeitkarten.

Lob und Kritik an der Tarifgestaltung verschiedener Fahrscheine

Der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland begrüßt den zum Fahrplanwechsel von der Landesregierung Baden-Württemberg neu eingeführten, einheitlichen Baden-Württemberg-Tarif. „Wenn man mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen will, dann sind attraktive Fahrscheine der erste Schritt“, sagt Vorsitzender Karl Argast. Scheuten sich doch leider immer noch viele Menschen angesichts undurchschaubarer Tarife ihr Auto stehen zu lassen. Deshalb sei das neue Ticket ein Schritt in die richtige Richtung, loben der Vorsitzende und seine Mitstreiter. Zumal dieses gegenüber dem normalen Baden-Württemberg-Ticket den Vorteil hat, auch werktags bereits ab null Uhr nutzbar zu sein.

 

Auch den im Lörracher Gemeinderat für das Jahr 2019 verabschiedeten Ein-Euro-City-Tarif für Fahrten innerhalb des Stadtgebiets bewertet der Verein durchweg positiv. „Auch Fahrten mit dem Bus sind öffentlicher Verkehr und schonen die Umwelt. Deshalb ist das Engagement der Stadt Lörrach in diesem Bereich sehr lobenswert“, hebt der Verein hervor. Gleichzeitig wünscht sich der Fahrgastverband jedoch auch eine ähnlich attraktive Lösung für den ländlichen Raum. „Leider gibt es immer noch ein Ungleichgewicht an den Zonengrenzen“, legt Vorsitzender Argast dar. Koste doch etwa eine Fahrt von Hausen nach Zell mehr als eine für die – deutlich weitere Strecke – von Zell auf den Feldberg. Der Fahrgastverband würde sich deshalb freuen, wenn bei den Verantwortlichen über den schon oft ins Gespräch gebrachten Kurzstreckentarif intensiver nachgedacht würde. Profitierten von einem flächendeckenden, kreisweiten Kurzstreckentarif doch alle ÖPNV-Nutzer im Landkreis.

 

Weiterhin sieht der Verein starkes Verbesserungspotential bei der Preisgestaltung der Fahrkarten für allen Busverbindungen, die über die Grenzen des Regio-Verkersverbund-Lörrach (RVL) hinaus gehen, wie zum Beispiel von Schopfheim nach Bad Säckingen. Laut Fahrpreisauskunft auf der Webseite der Deutschen Bahn (Südbadenbus) werden dafür 10,10 Euro fällig. „Im Vergleich zum neuen Baden-Württemberg-Tarif ist das ziemlich überteuert“, betont Argast. Kostet doch beispielsweise eine Fahrkarte von Basel nach Freiburg mit Baden-Württemberg-Tarif lediglich 60 Cent mehr: „Und das sind 62 Kilometer und keine 22!“ Zudem gebe es verbundübergreifende Fahrkarten für Einzelfahrten werktags so gut wie gar nicht, bemängeln Argast und die Vorstandsmitglieder des Vereins. Einzige Ausnahme: Die Punktekarte, mit der verbundübergreifende Fahrten gelöst werden können. Die Informationen darüber sind für sporadische ÖPNV-Nutzer jedoch nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Deshalb sind sich die Vereinsvertreter einig, dass das bisherige Angebot durchaus Verbesserungspotential aufweise.

 

Diskussionsrunde zum Nahverkehr (01.09.2017)

 

Wir, der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland e.V., lädt am kommenden Freitag, 1. September, alle interessierten Bürger zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Nahverkehr im ländlichen Raum“ ins Wirtshausmuseum Krone in Tegernau ein. Los geht es um 19.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Presseerklärung: Pro Schiene begrüßt baldigen Baubeginn des Haltepunkts Schlattholz

Was lange währt, wird endlich gut“, freut sich Pro Schiene Vorsitzender Karl Argast angesichts der erfreulichen Nachricht eines baldigen Baubeginns des Haltepunkts Schlattholz. Ist der Wunsch nach einem weiteren Haltepunkt zwischen Schopfheim und Fahrnau doch bereits über zehn Jahre alt. „Von der ersten Idee bis heute ist beim Schlattholz ein komplett neues Wohngebiet entstanden“, hebt Argast dabei hervor. Und gerade für dieses sei eine Anbindung an die Regio S-Bahn wichtig, um noch mehr Bewohnern den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu erleichtern.

 

Trotz aller Freude, äußert der Fahrgastverband jedoch auch kritische Töne. Vor allem die gestiegenen Kosten seien durchaus vermeidbar gewesen, hebt Argast hervor und erklärt: „Hätten sich die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt schon früher ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt, hätte der Haltepunkt schon vor Jahren zu der ursprünglichen Kostenberechnung gebaut werden können.“

 

An einer fehlenden Entschlossenheit der Stadt Schopfheim habe es jedenfalls nicht gelegen, betont der Verein. Habe die Stadt doch immer wieder bei der Bahn hinsichtlich der aktuellen Entwicklung nachgehakt. Umso erfreulicher sieht Pro Schiene deshalb die nun von der Bahn erfolgte Veröffentlichung eines konkreten Zeitplans und hofft, dass am 4. Juli dann auch tatsächlich mit den Bauarbeiten begonnen wird.

 

Veranstaltungshinweis: Schienengipfel am 3. Mai 2017 in Waldshut

Bild: Pro Schiene Archiv

Wie geht es mit dem Schienenverkehr am Hochrhein weiter? Rita Schwarzelühr-Sutter diskutiert beim Schienengipfel mit Vertretern der Bahn, Politik und Bürgerinnen und Bürger.

Verspätungen, veraltete Dieselzüge in mangelhaftem Zustand und eine schlechte Taktung verärgern Schüler, Pendler und Bürger.  Die Elektrifizierung der Hochrheinbahn verbunden mit neuem, barrierefreien Zugmaterial, lässt auf sich warten. Dies und wie Verbesserungen für den Schienenverkehr erreicht werden können, werden Landrat Dr. Martin Kistler, Sven Hantel –  Konzernbevollmächtigter der DB AG für Baden-Württemberg, Georg Keitel aus dem Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg (Referatsleiter Personen-und Schienenverkehr) und die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter mit Bürgerinnen und Bürger auf dem Schienengipfel am 3. Mai in Waldshut diskutieren.

Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 3. Mai um 18:30 Uhr im Kornhaus Waldshut, Bismarckstr.12 statt. „Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um gemeinsam für eine schnelle und nachhaltige Verbesserung des Schienenverkehrs am Hochrhein zu kämpfen“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete.

Text: http://www.schwarzelühr-sutter.de/artikel/schienengipfel-am-3-mai-in-waldshut 

Presseerklärung: Zwei Gleise fürs Zentralklinikum

Pro Schiene thematisiert Probleme und Voraussetzungen für eine Anbindung an die Wiesentalbahn

Das neue Zentralklinikum ist derzeit im Landkreis Lörrach in aller Munde. Neben finanziellen und umweltpolitischen Aspekten spielt bei einer Realisierung auch die Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle. Besonders zu den beiden Standorten im Wiesental möchte der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland jedoch auf folgende Probleme und Voraussetzungen aufmerksam machen: Ein zweigleisiger Ausbau der Wiesentalbahn wäre zwar eine schöne Sache, doch offiziell ist dieser weder im Moment noch in naher oder ferner Zukunft angedacht. Deshalb wird auch die Umsetzung eines neuen Haltepunkts im Lörracher Entenbad auf absehbare Zeit nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Neben der Kostenfrage ist es vor allem hinsichtlich des Fahrplans schwierig, einen weiteren Haltepunkt auf diesem Streckenabschnitt unterzubringen. Dies liegt besonders daran, dass es auf der größtenteils eingleisigen Strecke zu wenig Ausweichmöglichkeiten gibt – wurden doch vor Jahren die zweiten Gleise in Maulburg und Stetten, die die Situation entspannt hätten, entfernt.

Aktuell ist es jedoch so, dass die S5 von Weil nach Steinen und die S6 von Basel nach Zell gerade so aneinander vorbei kommen. „Jeder weitere Halt zwischen Lörrach und Schopfheim sprengt das ausgeklügelte Taktgefüge“, sagt Vorsitzender Karl Argast.

Deshalb müsste ein neuer Haltepunkt „Entenbad“ auf jeden Fall zweigleisig (mit zwei Bahnsteigen) bis Steinen – besser jedoch noch bis Schopfheim – gebaut werden. Bei einem Zentralklinikum in Gündenhausen wären beim Haltepunkt „Schopfheim West“ ebenfalls ein zweites Gleis und ein zweiter Bahnsteig für einen 15-Minutentakt notwendig. „Hier muss ein zweigleisiger Ausbau zumindest zwischen Maulburg und Schopfheim erfolgen, um diesen Takt bis Schopfheim zu gewährleisten“, betont Argast.

Die Lörracher Idee eines Bus-Shuttles vom Bahnhof „Brombach/ Hauingen“ zum Zentralklinikum im Entenbad sieht der Fahrgastverband hingegen kritisch. „Ich glaube kaum, dass Leute, die gesundheitlich angeschlagen sind, große Lust haben, noch auf einen Bus umzusteigen“, sagt Beisitzerin Brigitte Spitz. Und Schriftführerin Silvia Waßmer ergänzt: „Selbst bei einer optimalen, direkten Bahnanbindung des neuen Klinikums stellt sich letztlich die Frage, ob Bürger wirklich zugunsten des ÖPNV auf eine Anreise mit dem eigenen PKW verzichten.“ Eine Umsteigeverbindung – so sind sich die Vereinsmitglieder einig – sei für dieses Ziel jedenfalls ziemlich unattraktiv.