Themen und Positionen

Wir sind für…

… eine bessere Anbindung des ländlichen Raumes an den öffentlichen Nahverkehr. Wir fordern eine Ausdehnung des Busangebotes, um ein weiteres Ausbluten der ländlichen  Regionen zu verhindern.

… einen Kurzstreckentarif im Regio Verkehrsverbund Lörrach (RVL). Es kann unserer Meinung nach nicht sein, dass man z. B. von Hausen-Raitbach nach Zell i. W. mehr zahlen muss als von Zell i. W. auf den Feldberg.

… die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke. Im Gegensatz zu den Kreisen Lörrach und Waldshut, die sich ebenfalls dafür einsetzen, wollen wir aber eine durchgehende Lösung auch für die Bodenseegürtelbahn bis Friedrichshafen bzw. Lindau, da alles andere nur Stückwerk wäre.

… eine eventuelle Weiterführung der S5 ins Kandertal. Wir möchten hierbei eine Kosten-Nutzen Analyse anregen, um eine ungewollte Konkurrenz zur bestehenden Busverbindung nach Basel zu vermeiden.

… eine Anbindung des Euroairports an das Schienennetz der Regio-S-Bahn. Wir favorisieren dabei die durchgehende Lösung von Freiburg über Müllheim/ Neuenburg und Mulhouse nach Basel SBB, da der geplante Umbau der Strecke für den TGV und ICE Verkehr sowie der ggf. zweigleisigen Ausbau eine solche Anbindung durchaus möglich machen würden.

… eine Ringbahn Basel – Schopfheim – Wehr – Bad Säckingen – Basel. Hierbei fordern wir die Überprüfung des vor einigen Jahren von Herrn Ulrich Grosse erstellten Gutachtens auf seine Aktualität und ggf. eine möglichst rasche weitere Planung.

… eine eventuelle Weiterführung der S5 nach Basel SBB. Hierbei sollten die Verkehrsströme Richtung Lörrach oder nach Basel geprüft und ggf. berücksichtigt werden.

bessere Spätverbindungen am Wochenende und die Wiedereinführung eines "Diskobusses".

… einen nachhaltigen Güterverkehr auf der Schiene und fordern eine Trennung von Betrieb und Schienennetz, da letzteres schließlich öffentlicher Besitz ist. Gigaliner hingegen zählen für uns nicht zur Nachhaltigkeit.


Wir sind gegen…

… den Straßenbahnbetrieb der Regio-S-Bahn in Lörrach. Dieser würde nicht nur die Attraktivität und Rentabilität der Wiesentalbahn in Frage stellen, da dann die Fahrtzeiten nicht mehr eingehalten werden könnten, sondern er würde auch den attraktiven Halbstundentakt auf der Strecke so stark behindern, dass dieser wegfiele. Wollte man diesen dann bei verlängerten Fahrtzeiten wiederherstellen, müsste eine zusätzliche Zugtraktion eingesetzt werden, was nicht nur erhebliche Mehrkosten für den Betrieb nach sich ziehen würde, sondern womöglich auch die Einrichtung neuer Kreuzungspunkte erforderlich machen würde.
Dazu käme dann noch das Problem, dass die mühsam erreichte Vertaktung über die Rheinbrücke in Basel zwischen dem Badischen und dem Schweizer Bahnhof  wieder in Frage gestellt wäre. Außerdem sind nach Auffassung von Pro Schiene die derzeit eingesetzten schnellen und komfortablen Flirt-Triebwagen als Straßenbahnen überhaupt nicht einsetzbar. Unabhängig von der Frage, woher die SBB für den Straßenbahnbetrieb geeignete Fahrzeuge hernehmen sollte, könnten diese auch nicht die Schnelligkeit der Flirts erreichen. So stellt Pro Schiene fest, dass die Einführung von Bummelzügen auf der Wiesentalstrecke keine Lösung  für das Lörracher Schrankenproblem darstellt.

… einen weiteren S-Bahn Haltepunkt in Lörrach-Stetten am Zollweg oder eine Tieferlegung der S6, um die Schrankenproblematik in Lörrach zu lösen. Es kann nicht sein, dass in Lörrach ein weiterer Haltepunkt geplant wird, während weite Teile des mittleren und oberen Wiesentals von einem durchgängigen Taktverkehr abgehängt werden. Auch die Fahrzeiten der Regio-S-Bahn würden durch diese Pläne gefährdet. Des Weiteren würde die Maßnahme höchstwahrscheinlich auch den Wiedereinbau des zweiten Gleises in Stetten, welches vor einigen Jahren unter hohem Kostenaufwand demontiert wurde, nach sich ziehen und somit in Verbindung mit der dazugehörigen Instandsetzung des zweiten Bahnsteiges nach Recherchen von Pro Schiene Kosten in Höhe von mindesten 3 Millionen Euro verursachen.