Presseerklärung zur gemeinsamen Begehung der geplanten Mobilitätsdrehscheibe Zollweg mit Pro Bahn Nordwestschweiz und IG Verkehr Lörrach

Grenzübergreifend und gemeinsam für einen besseren ÖV

Erstmals trafen sich am Samstag, 22. Oktober 2016, die Bürgerinitiativen Pro Bahn Nordwestschweiz, Pro Schiene Dreiland und IG Verkehr Lörrach zu einer gemeinsamen Begehung der im Rahmen der IBA 2020 Basel vorgesehenen Mobilitätsdrehscheibe am „Zollweg“ an der Grenze.

Im Fokus stand die Qualität der angestrebten Verknüpfung von Tram, Bahn und Bus und die Prüfung allfälliger Alternativen. Seitens der drei Organisationen bestehen berechtigte Zweifel an die Zweckmässigkeit eines zusätzlichen S-Bahn-Haltpunktes am Zollweg. Die Verlegung der Mobilitätsdrehscheibe vom Zollweg an den Haltepunkt Lörrach-Stetten ermöglicht eine Verknüpfung mit beiden S-Bahnen S 5 und S6 und bringt der Stadt Lörrach und der grenzüberschreitenden Region einen grösseren Nutzen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die von Ingenieur Hannes Fischer ausgearbeitete alternative Tramtrasse. Sie folgt weitestgehend einem ehemaligen Gütergleis und führt dicht am Stadtzentrum vorbei – ohne die bestehende Bausubstanz groß zu beeinträchtigen oder viel Strassenraum zu beanspruchen. Das Argument einer Konkurrenz zur S-Bahn wird angesichts einer völlig anderen Linienführung gegenstandslos. „Eine Tram ist keine Konkurrenz zur S-Bahn, sondern ergänzt diese sinnvoll“, sind sich die Vertreter aller drei Organisationen einig. Während die S-Bahn eine schnelle Verbindung ins Wiesental darstellt, erschließt die Straßenbahn vor allem die innerstädtischen Bereiche. Im Zusammenspiel würden beide Verkehrsmittel – für die in Lörrach Platz genug vorhanden wäre – die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer ausreichend bedienen. Daher wäre es wünschenswert, wenn bei der Entwicklung von ÖV-Projekten die Frage des allgemeinen, langfristigen Nutzens stets an vorderster Stelle stehen würde.

Pro Schiene Dreiland, IG Verkehr Lörrach und Pro Bahn Nordwestschweiz sind überein gekommen, zukünftig in Fragen grenzübergreifender ÖV-Vorhaben eng miteinander zu kooperieren, um die Chancen einer Realisierung angestrebter und sinnvoller Projekte des öffentlichen Regional- und Nahverkehrs in unserer trinationalen Region innerhalb überschaubarer Zeiträume zu verbessern.

Der Text zum Download: Begehung Riehen – Stetten

Weitere Infos und Bilder außerdem unter: Aktionen

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