Tour de Bähnle nach Baden-Baden

Im Rahmen des „Tour de Bähnle“-Programms besucht der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland am Samstag, 10. Juni, die Kurstadt Baden-Baden. Dort fährt die Gruppe mit einer der längsten und steilsten Standseilbahnen Deutschlands auf den Baden-Badener Hausberg „Merkur“, vom dem ein einmaliger Rundumblick über Baden-Baden, den Schwarzwald, das Murgtal, die Rheinebene und die Vogesen möglich ist.

Blick auf Baden-Baden vom Merkur.                                              Foto: Pro Schiene Dreiland/ S.W.

Abfahrt ist um 7.05 Uhr ab Zell im Wiesental, Zustieg unterwegs ist möglich. Der Preis für Fahrt und Bergbahn beträgt 35 Euro pro Person. Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 8. Juni, bei Brigitte Spitz, Tel. 07625/98356, Karl Argast, Tel. 07625/98190, oder unter info@ig-proschiene.de

Presseerklärung: Pro Schiene begrüßt baldigen Baubeginn des Haltepunkts Schlattholz

Was lange währt, wird endlich gut“, freut sich Pro Schiene Vorsitzender Karl Argast angesichts der erfreulichen Nachricht eines baldigen Baubeginns des Haltepunkts Schlattholz. Ist der Wunsch nach einem weiteren Haltepunkt zwischen Schopfheim und Fahrnau doch bereits über zehn Jahre alt. „Von der ersten Idee bis heute ist beim Schlattholz ein komplett neues Wohngebiet entstanden“, hebt Argast dabei hervor. Und gerade für dieses sei eine Anbindung an die Regio S-Bahn wichtig, um noch mehr Bewohnern den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu erleichtern.

 

Trotz aller Freude, äußert der Fahrgastverband jedoch auch kritische Töne. Vor allem die gestiegenen Kosten seien durchaus vermeidbar gewesen, hebt Argast hervor und erklärt: „Hätten sich die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt schon früher ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt, hätte der Haltepunkt schon vor Jahren zu der ursprünglichen Kostenberechnung gebaut werden können.“

 

An einer fehlenden Entschlossenheit der Stadt Schopfheim habe es jedenfalls nicht gelegen, betont der Verein. Habe die Stadt doch immer wieder bei der Bahn hinsichtlich der aktuellen Entwicklung nachgehakt. Umso erfreulicher sieht Pro Schiene deshalb die nun von der Bahn erfolgte Veröffentlichung eines konkreten Zeitplans und hofft, dass am 4. Juli dann auch tatsächlich mit den Bauarbeiten begonnen wird.

 

Veranstaltungshinweis: Schienengipfel am 3. Mai 2017 in Waldshut

Bild: Pro Schiene Archiv

Wie geht es mit dem Schienenverkehr am Hochrhein weiter? Rita Schwarzelühr-Sutter diskutiert beim Schienengipfel mit Vertretern der Bahn, Politik und Bürgerinnen und Bürger.

Verspätungen, veraltete Dieselzüge in mangelhaftem Zustand und eine schlechte Taktung verärgern Schüler, Pendler und Bürger.  Die Elektrifizierung der Hochrheinbahn verbunden mit neuem, barrierefreien Zugmaterial, lässt auf sich warten. Dies und wie Verbesserungen für den Schienenverkehr erreicht werden können, werden Landrat Dr. Martin Kistler, Sven Hantel –  Konzernbevollmächtigter der DB AG für Baden-Württemberg, Georg Keitel aus dem Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg (Referatsleiter Personen-und Schienenverkehr) und die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter mit Bürgerinnen und Bürger auf dem Schienengipfel am 3. Mai in Waldshut diskutieren.

Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 3. Mai um 18:30 Uhr im Kornhaus Waldshut, Bismarckstr.12 statt. „Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um gemeinsam für eine schnelle und nachhaltige Verbesserung des Schienenverkehrs am Hochrhein zu kämpfen“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete.

Text: http://www.schwarzelühr-sutter.de/artikel/schienengipfel-am-3-mai-in-waldshut 

Tour de Bähnle nach Donaueschingen

Am Samstag, 6. Mai, fahren wir mit „Tour de Bähnle“ nach Donaueschingen. Dort stehen eine Besichtigung der Donauquelle sowie ein Besuch der Fürstlich Fürstenbergischen Sammlung auf dem Programm. Abfahrt ist um 8.35 Uhr ab Zell im Wiesental. Der Preis für Fahrt, Eintritt und Führung beträgt 35 Euro pro Person. Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 4. Mai, bei Brigitte Spitz, Tel. 07625/98356, Karl Argast, Tel. 07625/98190, oder unter info@ig-proschiene.de

 

Presseerklärung: Zwei Gleise fürs Zentralklinikum

Pro Schiene thematisiert Probleme und Voraussetzungen für eine Anbindung an die Wiesentalbahn

Das neue Zentralklinikum ist derzeit im Landkreis Lörrach in aller Munde. Neben finanziellen und umweltpolitischen Aspekten spielt bei einer Realisierung auch die Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle. Besonders zu den beiden Standorten im Wiesental möchte der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland jedoch auf folgende Probleme und Voraussetzungen aufmerksam machen: Ein zweigleisiger Ausbau der Wiesentalbahn wäre zwar eine schöne Sache, doch offiziell ist dieser weder im Moment noch in naher oder ferner Zukunft angedacht. Deshalb wird auch die Umsetzung eines neuen Haltepunkts im Lörracher Entenbad auf absehbare Zeit nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Neben der Kostenfrage ist es vor allem hinsichtlich des Fahrplans schwierig, einen weiteren Haltepunkt auf diesem Streckenabschnitt unterzubringen. Dies liegt besonders daran, dass es auf der größtenteils eingleisigen Strecke zu wenig Ausweichmöglichkeiten gibt – wurden doch vor Jahren die zweiten Gleise in Maulburg und Stetten, die die Situation entspannt hätten, entfernt.

Aktuell ist es jedoch so, dass die S5 von Weil nach Steinen und die S6 von Basel nach Zell gerade so aneinander vorbei kommen. „Jeder weitere Halt zwischen Lörrach und Schopfheim sprengt das ausgeklügelte Taktgefüge“, sagt Vorsitzender Karl Argast.

Deshalb müsste ein neuer Haltepunkt „Entenbad“ auf jeden Fall zweigleisig (mit zwei Bahnsteigen) bis Steinen – besser jedoch noch bis Schopfheim – gebaut werden. Bei einem Zentralklinikum in Gündenhausen wären beim Haltepunkt „Schopfheim West“ ebenfalls ein zweites Gleis und ein zweiter Bahnsteig für einen 15-Minutentakt notwendig. „Hier muss ein zweigleisiger Ausbau zumindest zwischen Maulburg und Schopfheim erfolgen, um diesen Takt bis Schopfheim zu gewährleisten“, betont Argast.

Die Lörracher Idee eines Bus-Shuttles vom Bahnhof „Brombach/ Hauingen“ zum Zentralklinikum im Entenbad sieht der Fahrgastverband hingegen kritisch. „Ich glaube kaum, dass Leute, die gesundheitlich angeschlagen sind, große Lust haben, noch auf einen Bus umzusteigen“, sagt Beisitzerin Brigitte Spitz. Und Schriftführerin Silvia Waßmer ergänzt: „Selbst bei einer optimalen, direkten Bahnanbindung des neuen Klinikums stellt sich letztlich die Frage, ob Bürger wirklich zugunsten des ÖPNV auf eine Anreise mit dem eigenen PKW verzichten.“ Eine Umsteigeverbindung – so sind sich die Vereinsmitglieder einig – sei für dieses Ziel jedenfalls ziemlich unattraktiv.

Dialog über den 15-Minuten-Takt mit OB Jörg Lutz (Lörrach)

Zusammen mit Pro Bahn NWCH und der IG Verkehr Lörrach haben unsere beiden Vorsitzenden vergangene Woche mit der Lörracher Stadtverwaltung über Verkehrskonzepte gesprochen.

Nachfolgend die entsprechende Presseerklärung unserer Partner von der IG Verkehr:

Am 26. Januar 2017 fand ein erstes Gespräch zwischen Oberbürgermeister Lutz, Herrn Lüers und Vertretern von Pro Schiene Dreiland, Pro Bahn NWCH und IG Verkehr Lörrach statt. Alle drei Organisationen setzen sich im Interesse der grenzüberschreitenden Region für den Ausbau des Schienenverkehrs ein. Es ging vorrangig um den 15-Minutentakt der S-Bahn 6 ins Wiesental, die Verlängerung der Straßenbahn nach Lörrach und die Einrichtung einer Mobilitätsdrehscheibe in Lörrach-Stetten. Es wurde unter anderem auch über das Gesamtverkehrskonzept und die Einstellung eines Verkehrsplaners gesprochen, ohne jedoch dass ein Zeitplan seitens der Verwaltung genannt werden konnte. Die Notwendigkeit einer Machbarkeitsstudie für die Straßenbahn ist nach Auffassung der IG Verkehr immer offensichtlicher und dringender geworden. Doch wies Oberbürgermeister Lutz darauf hin, dass dies nur bei Bereitschaft und finanzieller Beteiligung der Schweizer Seite durchgeführt werden könne. Die Bereitschaft dazu war in der Schweiz viele Jahrzehnte lang vorhanden gewesen, doch habe sich dies momentan geändert.  Die vielfältigen, vorhandenen Möglichkeiten einer Finanzierung, auf die im Schreiben vom Ministerium für Verkehr an die IG Verkehr hingewiesen worden war, wurden  nicht in Erwägung gezogen, denn sie würden nach Ansicht der Verwaltung in der Zukunft weiterhin bestehen. Man wolle zuerst das Gesamtverkehrskonzept abwarten, auch wenn es nach Auffassung der IG Verkehr (zu) lange dauern könnte. Alle drei Organisationen werden weiterhin und verstärkt Gespräche auf beiden Seiten der Grenze suchen, um die grenzüberschreitende Region im Interesse der Bevölkerung mit dem Schienenverkehr besser verbinden zu können. Die gemeinsamen Gespräche sollen nach Bedarf fortgesetzt werden, was positiv gesehen wird.

Berichte in den Tageszeitungen:

http://www.verlagshaus-jaumann.de/inhalt.loerrach-dialog-mit-der-stadt-ueber-den-15-minuten-takt.873fd213-a269-4787-915e-00dfdde1d5cf.html

http://www.badische-zeitung.de/loerrach/verkehrsverbaende-sprechen-mit-stadt-loerrach-ueber-konzepte–132988654.html

Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung: „Den Nahverkehr auf der Agenda“

Pro Schiene Dreiland setzt sich auch weiterhin für den Ausbau des ÖPNV-Angebots ein

 

Auf ein „arbeitsreiches und intensives“ Vereinsjahr – so Vorsitzender Karl Argast – blickte der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland bei seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag in der Pizzeria Escopazzo in Zell im Wiesental zurück.

 

Kreis Lörrach/ Zell im Wiesental. Ein Höhepunkt dabei: Die Dreharbeiten zur ZDF-Dokumentation „Zoom“ mit dem Thema „Auf dem Abstellgleis – die Bahn in der Krise“, anlässlich derer ein Kamerateam Ende April nicht nur eine Monatsversammlung des Vereins in Zell besuchte, sondern auch Vorsitzenden Argast beim Autoreisezug in Lörrach interviewte. „Die Arbeit war hervorragend“, lobte Argast die fertige Dokumentation, die am 10. August im ZDF gesendet wurde.

 

Die Vorstandsmitglieder Dietmar Maldacker, Jost Noller, Karl Argast, Brigitte Spitz und Daniel König (v. l.) freuen sich auf anstehende Aufgaben im kommenden Vereinsjahr.

 

Weiterhin organisierte der Verein Anfang des Jahres eine Podiumsdiskussion in Lörrach zum Thema „Güterverkehr in der Fläche“, über deren gute Resonanz sich der Vorsitzende ebenso freute wie über die Nachricht, dass der Gütertarifpunkt Lörrach erhalten bleibe. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, dass der Verein an dem Thema dranbleiben müsse. Gelte es doch weiterhin, „den Gütertarifpunkt zu stärken“.

 

Weitere Aktionen umfassten unter anderem die Verabschiedung und Begrüßung des letzten Autoreisezuges der Deutschen Bahn beziehungsweise des ersten Autoreisezuges des neuen Anbieters „BahnTouristikExpress“ (BTE), eine mehrtägige Fahrt zum Brennerbasistunnel oder die Kontaktaufnahme zu anderen Nahverkehrsinitiativen in der Region. Gemeinsam mit Pro Bahn Nordwestschweiz und IG Verkehr Lörrach beschäftigte sich der Fahrgastverband in diesem Zusammenhang außerdem mit der geplanten Verkehrsdrehscheibe in Stetten.

 

Ebenso blieb auch 2016 die Fortschreibung des Nahverkehrsplans ein wichtiges Thema. Hier zeigte sich Argast über die punktuellen Verbesserungen – vor allem hinsichtlich der nächtlichen Busverbindungen im oberen Wiesental und der neuen Linie von Tegernau nach Schönau – erfreut, machte aber zugleich darauf aufmerksam, dass immer noch wichtige Verbindungen wie zum Beispiel die zweite Spätverbindung nach Zell fehlen.

 

Hierfür möchte sich der Fahrgastverband in den kommenden Monaten einsetzten, ebenso wie für Verbindungen über Kreisgrenzen hinweg (zum Beispiel zwischen Müllheim, Kandern und Lörrach) sowie für grenzüberschreitende Tarife. Und auch ein möglicher 15-Minuten-Takt auf der S-Bahn-Linie im Wiesental soll näher erörtert werden. Ebenso will sich der Verein für eine Wiederbelebung des Fahrgastbeirats im Regio-Verkehrsverbund Lörrach einsetzen.

 

In der Versammlung am Freitag beschlossen die Mitglieder darüber hinaus einstimmig, in naher Zukunft eine Versicherung für den Verein abzuschließen.

 

Der Text zum Download: JHV Pro Schiene Dreiland

 

Presseerklärung: Das geplante Zentralklinikum und seine Anbindung an den ÖPNV

Derzeit gibt es drei Vorschläge für den Standort des geplanten neuen Zentralklinikums des Kreises: In Schopfheim-Gündenhausen, Lörrach-Entenbad und Rheinfelden-Herten. Die Standorte Entenbad in Lörrach und Gündenhausen in Schopfheim liegen dabei nahe der B 317 und an der S-Bahnlinie im Wiesental. Dazu gibt der Fahrgastverband Pro Schiene Dreiland folgendes zu bedenken:

Der Standort Schopfheim hätte für die Wiesentalbahn keinerlei negative Folgen, da es bereits in unmittelbarer Nähe des vorgesehenen Geländes den Haltepunkt Schopfheim-West gibt. Anders sieht es allerdings beim Standort Entenbad in Lörrach aus: Dort fährt zwar auch die Wiesentalbahn vorbei, jedoch existiert bislang noch kein Haltepunkt. Zwar wäre technisch der Bau einer Bahnstation kein Problem, doch würden sich schwerwiegende Probleme für den Fahrplan mit Taktverkehr ergeben. Die an beiden Standorten vorbeiführende Wiesentalbahn ist nämlich zwischen dem Bahnhof Haagen und dem Bahnhof Schopfheim nur eingleisig befahrbar. Eine Kreuzung in Steinen ist nicht möglich, da das zweite Gleis dort durch die S 5 (Weil – Steinen) belegt ist. Seit Abbau des zweiten Gleises im Bahnhof Maulburg besteht für die S6 keine Kreuzungsmöglichkeit zwischen den Bahnhöfen Haagen und Schopfheim mehr. Jedoch kann die Fahrtzeit zwischen den beiden Punkten nicht mehr verlängert werden, da sonst der halbstündige Taktverkehr nicht mehr aufrecht zu erhalten wäre. Schon heute können die schnellen Flirt-Züge in Spitzenzeiten den Fahrplan oft nicht mehr einhalten. Die Züge aus Lörrach haben bereits jetzt im Berufsverkehr oft eine Verspätung von einigen Minuten, wenn sie in Schopfheim ankommen. Da es keine andere Kreuzungsmöglichkeit gibt, muss dann der Gegenzug aus Zell in Richtung Basel im Bahnhof Schopfheim warten und handelt sich somit selbst noch eine Verspätung ein.

Sollte jetzt eine weitere Station am Entenbad gebaut werden, wäre der Takt auf der S6 nicht mehr einzuhalten, da die Verspätungen dann nicht mehr kompensiert werden könnten. Doch auch bei der S 5 würde ein ähnliches Ungemach drohen. Kreuzt diese Linie doch tagsüber im Bahnhof Steinen mit den Zügen der S 6. Bei einem zusätzlichen Haltepunkt im Entenbad könnte auch sie es nicht mehr immer rechtzeitig zur Kreuzung mit der S6 nach Steinen schaffen. Deshalb müsste der neue Haltepunkt doppelspurig gestaltet werden und die Doppelspurigkeit bis zum Bahnhof Steinen, der ja bereits über zwei Gleise verfügt, verlängert werden. Ohne diese beiden doppelspurigen Ausbauten würde das erfolgreiche S-Bahn-Konzept schwer beeinträchtigt werden. Dies kann wohl niemand wollen.

Deshalb ist der Bau einer weiteren Station zwischen Haagen und Schopfheim nur unter der Bedingung vorstellbar, dass die Wiesentalbahn auf den erwähnten Streckenabschnitten (Schopfheim – Maulburg und Steinen – Entenbad) zweigleisig ausgebaut wird, so dass auch dort – ähnlich wie zwischen Lörrach-Hauptbahnhof und Lörrach-Haagen – fliegend gekreuzt werden kann. Sollte der Kreistag nun das neue Klinikum nach Lörrach vergeben, muss der Kreis auch für den teilweise zweigleisigen Ausbau der Wiesentalbahn sorgen. Ansonsten wäre unser schönes S-Bahnsystem nicht mehr das, was es ist. Natürlich wäre ein teilweise zweigleisiger Ausbau der Wiesentalbahn in jedem Fall eine schöne Sache und im Falle eines Viertelstundentakts auf der S6 sowieso unumgänglich, wie auch der Lörracher Oberbürgermeister Jörg Lutz festgestellt hat.

Fällt die Wahl des Kreistags auf den Standort Rheinfelden-Herten wäre die Wiesentalbahn natürlich nicht betroffen. Allerdings wird der Bahnhof Herten derzeit nur stündlich angefahren. Sollte das Zentralklinikum also hier gebaut werden, wäre wegen der Erreichbarkeit die Einführung eines Halbstundentakts unumgänglich. Und auch die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke sollte bis zur Fertigstellung des Klinikums durchgeführt sein. Denn nur so könnte nach Auffassung von Pro Schiene Dreiland ein zufrieden stellender Anschluss des Standorts an das Netz der Regio-S-Bahn gewährleistet werden.

Der Text zum Download: das-geplante-zentralklinikum-und-seine-verkehrsanbindungen

 

Presseerklärung zur gemeinsamen Begehung der geplanten Mobilitätsdrehscheibe Zollweg mit Pro Bahn Nordwestschweiz und IG Verkehr Lörrach

Grenzübergreifend und gemeinsam für einen besseren ÖV

Erstmals trafen sich am Samstag, 22. Oktober 2016, die Bürgerinitiativen Pro Bahn Nordwestschweiz, Pro Schiene Dreiland und IG Verkehr Lörrach zu einer gemeinsamen Begehung der im Rahmen der IBA 2020 Basel vorgesehenen Mobilitätsdrehscheibe am „Zollweg“ an der Grenze.

Im Fokus stand die Qualität der angestrebten Verknüpfung von Tram, Bahn und Bus und die Prüfung allfälliger Alternativen. Seitens der drei Organisationen bestehen berechtigte Zweifel an die Zweckmässigkeit eines zusätzlichen S-Bahn-Haltpunktes am Zollweg. Die Verlegung der Mobilitätsdrehscheibe vom Zollweg an den Haltepunkt Lörrach-Stetten ermöglicht eine Verknüpfung mit beiden S-Bahnen S 5 und S6 und bringt der Stadt Lörrach und der grenzüberschreitenden Region einen grösseren Nutzen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die von Ingenieur Hannes Fischer ausgearbeitete alternative Tramtrasse. Sie folgt weitestgehend einem ehemaligen Gütergleis und führt dicht am Stadtzentrum vorbei – ohne die bestehende Bausubstanz groß zu beeinträchtigen oder viel Strassenraum zu beanspruchen. Das Argument einer Konkurrenz zur S-Bahn wird angesichts einer völlig anderen Linienführung gegenstandslos. „Eine Tram ist keine Konkurrenz zur S-Bahn, sondern ergänzt diese sinnvoll“, sind sich die Vertreter aller drei Organisationen einig. Während die S-Bahn eine schnelle Verbindung ins Wiesental darstellt, erschließt die Straßenbahn vor allem die innerstädtischen Bereiche. Im Zusammenspiel würden beide Verkehrsmittel – für die in Lörrach Platz genug vorhanden wäre – die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer ausreichend bedienen. Daher wäre es wünschenswert, wenn bei der Entwicklung von ÖV-Projekten die Frage des allgemeinen, langfristigen Nutzens stets an vorderster Stelle stehen würde.

Pro Schiene Dreiland, IG Verkehr Lörrach und Pro Bahn Nordwestschweiz sind überein gekommen, zukünftig in Fragen grenzübergreifender ÖV-Vorhaben eng miteinander zu kooperieren, um die Chancen einer Realisierung angestrebter und sinnvoller Projekte des öffentlichen Regional- und Nahverkehrs in unserer trinationalen Region innerhalb überschaubarer Zeiträume zu verbessern.

Der Text zum Download: Begehung Riehen – Stetten

Weitere Infos und Bilder außerdem unter: Aktionen